Menu

Dafür machen wir uns stark

Der Verband für die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft, vediso, hat die Aufgabe, im Rahmen konkreter Projekte innerhalb der Sozialwirtschaft Kräfte zu bündeln und die Digitalisierung voranzutreiben. Ziel ist es dabei immer, die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Assistenzbedarf zu verbessern und soziale Dienstleister zukunftsfähig aufzustellen. Auch im Digitalen dürfen Menschen, die zurückfallen nicht zurück bleiben. Neben der konkreten Projektarbeit gibt der vediso der Sozialwirtschaft in Belangen der Digitalisierung eine Stimme und versucht auch gegenüber der Politik Handlungsfelder zu benennen, in denen durch staatliche Maßnahmen Teilhabe unmittelbar gefördert werden kann.

Aktuell fordern wir gemeinsam mit dem FINSOZ e.V. eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern und Leistungsträgern bei der Rechnungsstellung, Zahlung und Zahlungszuordnung. Das vollständige Positionspapier steht unten auf dieser Seite zum Download bereit.

Unsere Initiative

Verwaltungsaufwand reduzieren, damit Ressourcen und Steuergelder dort eingesetzt werden können, wo sie am dringendsten benötigt werden. Diesen Prozess wollen wir mit dem vorliegenden Positionspapier anstoßen. Wir laden Verantwortliche in Politik und Verwaltung ein, Gespräche zu beginnen, um Abläufe bei der Rechnungsstellung, Zahlung und Zahlungszuordnung zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern für die Zukunft nachhaltig zu verbessern.

Ausgangslage und Auswirkungen des Bundesteilhabegesetzes

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) hat die Beziehungen zwischen leistungsberechtigten Personen, Leistungsträgern und Leistungserbringern im Feld der Eingliederungshilfe grundsätzlich neu geordnet. Der personenzentrierte Ansatz mit einer Fokussierung auf das Wunsch- und Wahlrecht der leistungsberechtigten Personen führt zu einer starken Fragmentierung bei der Leistungserbringung. Wo früher ein Leistungstyp verschiedenste Leistungen bündelte, sind heute zahlreiche Kombinationen möglich.
Diese Entwicklung hat natürlich auch für die Leistungsabrechnung als Gesamtprozess (Rechnungsstellung, Zahlungsverkehr, Avisierung) starke Auswirkungen. Die Anzahl der ab- zurechnenden Einzelleistungen wird stark steigen.
Alarmierend ist diese Situation aus unserer Sicht, da es bisher keinen bundeseinheitlichen Standard für die elektronische Abwicklung der Leistungsabrechnung gibt. Ineffiziente und sehr personalintensive, analoge Prozesse mit zahlreichen Medienbrüchen und Fehlerquellen werden durch die neuen Strukturen des BTHG vervielfältigt.
Dabei gibt es bereits erfolgreiche Lösungen in anderen Hilfefeldern und regional begrenzt auch in der Eingliederungshilfe. Die technische und organisatorische Umsetzung eines solchen vereinheitlichten und digitalisierten Prozesses ist angesichts der vorliegenden Erfahrungen und der möglichen Effizienzgewinne mehr als angezeigt. Dies setzt allerdings gemeinsame Anstrengungen und die Kooperation aller Stakeholder voraus.

Gute Gründe für Standardisierung und Digitalisierung

Durch eine konsequente digitale und medienbruchfreie Abbildung sämtlicher Schritte des Abrechnungsverfahrens können massive Einsparpotentiale realisiert werden.
Bereits ohne Berücksichtigung des BTHG beziffern Leistungserbringer den zusätzlichen Aufwand auf Grund des ineffizienten, analogen Prozesses auf rund 33 Millionen Euro. Berechnungen, die die Umsetzung des BTHG einbeziehen, zeigen einen zu erwartenden, vermeidbaren Mehraufwand von bis zu 250 Millionen Euro. Da Leistungsträger und Leistungserbringer stark von einer Standardisierung und Digitalisierung des Abrechnungsprozesses profitieren würden darf die Möglichkeit zur Freisetzung von Ressourcen zum Wohl der leistungsberechtigten Personen nicht ungenutzt bleiben.

Unser Vorschlag

Eine, im Idealfall bundesweit, einheitliche Schnittstellenlösung ist technisch mach- und um- setzbar. Gelingen kann dies aber nur mit der Bereitschaft aller Stakeholder, eine gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Die beiden Verbände FINSOZ (Fachverband für Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung e.V.) und vediso (Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft e.V.) repräsentieren gemeinsam über 100 Leistungserbringer in der Sozialwirtschaft, mehr als 90 Prozent aller Pflegesoftware-Hersteller in Deutschland sowie weitere Akteure und Verbände aus dem Feld der Sozialwirtschaft. Diesen geballten Erfahrungsschatz möchten wir einbringen und nutzen, um gemeinsam mit den Akteuren aus der öffentlichen Verwaltung die geschilderte Situation nachhaltig zu verbessern.

Positionspapiere

Positionspapier BillingChain

Vollständiges Positionspapier "BillingChain - Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern bei der Rechnungsstellung, Zahlung und Zahlungszuordnung nachhaltig verbessern" von Finsoz e.V. und vediso e.V.

download icon

Positionspapier BillingChain

Kurzfassung des Positionspapieres "BillingChain - Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern bei der Rechnungsstellung, Zahlung und Zahlungszuordnung nachhaltig verbessern" von Finsoz e.V. und vediso e.V.

download icon

Pressemittlung BillingChain

Pressemitteilung zum Positionspapier "BillingChain - Zusammenarbeit zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern bei der Rechnungsstellung, Zahlung und Zahlungszuordnung nachhaltig verbessern" von Finsoz e.V. und vediso e.V.

download icon

Positionspapier Digitalisierung in der Pflege

Vollständiges Positionspapier mit allen Forderungen des Verbändebündnis für Digitalisierung in der Pflege.

download icon

Pressemitteilung zum Bündnis für Digitalisierung in der Pflege

Pressemitteilung zum Verbändebündnis für Digitalisierung in der Pflege

download icon

Posistionspapier vediso 11/2018

Das Dokument, das wir der Politik überreicht haben und Grundlage für mehrere Gespräche war.

download icon