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Der Verband

Seit 2017 ist vediso ein aktives Netzwerk zur Unterstützung seiner Mitglieder bei der digitalen Transformation. vediso ist offen für alle gemeinnützigen Träger und Verbände der Sozialwirtschaft.

Unsere Wirkungsfelder


Netzwerk & Kompetenz

​Wir helfen unseren Mitgliedsorganisationen, die eigene Kompetenz für Digitalisierung weiterzuentwickeln. Das tun wir im Rahmen von regelmäßigem kollegialen Erfahrungsaustausch sowie durch eine Vernetzung mit Expert*innen, innovativen Wirtschaftsakteur*innen und Forschung. Ergänzend stehen den Mitgliedern Know-How und Kompetenz des vediso-Teams zur Verfügung. Zu unserem Veranstaltungsprogramm. 


Forschung & Entwicklung

Wir beteiligen uns gezielt an ausgewählten Projekten zu Zukunftstechnologien und -konzepten im Feld digitale Transformation und liefern unseren Mitgliedern daraus Impulse und Unterstützung für ihre Weiterentwicklung. Wir tragen die Bedarfe der Sozialwirtschaft in die Forschung und die Forschungsergebnisse zurück in die Praxis. 


TransformationsPartner-Netzwerk

Das TransformationsPartnerNetzwerk bietet Mitgliedern und Umsetzungspartnern für digitale Transformation einen Rahmen für Austausch, Kollaboration und gemeinsame Entwicklung. Im Vordergrund steht die gemeinsame Motivation, die Digitalisierung der Branche fachlich voran zu bringen. 


Lobby- & Öffentlichkeitsarbeit

Gemeinsam mit unseren Mitgliedern und Partnern treten wir öffentlich für bessere Rahmenbedingungen für die digitale Transformation in der Sozialwirtschaft ein. Mit Positionspapieren, Social-Media-Kampagnen und weiteren Aktivitäten verstärken wir die Stimme der Mitglieder in Gesellschaft und Politik. Im Verbändebündnis Digitalisierung in der Pflege setzen wir uns für tragfähige Rahmenbedingungen und nachhaltige Innovationen im Pflegesystem ein.

Unsere Geschichte: Digitalisierung in der Sozialwirtschaft gemeinsam gestalten

Digitale Transformation ist in der Sozialwirtschaft nie nur eine technische Frage. Sie berührt Strukturen, Prozesse, Zusammenarbeit, Fachlichkeit, Teilhabe und Führung. Sie verändert, wie Organisationen arbeiten – und wie soziale Dienstleistungen gestaltet werden können. Genau an dieser Schnittstelle ist vediso entstanden.

Seit unserer Gründung im Jahr 2017 bringen wir Organisationen der Sozialwirtschaft, Verbände, Forschung und Umsetzungspartner zusammen. Wir schaffen Räume für Austausch, entwickeln Kompetenzen, begleiten strategische Fragen und machen die Perspektive der Sozialwirtschaft in Digitalisierungsdebatten sichtbar.

Aus einem gemeinsamen Bedarf ist über die Jahre ein Verband geworden, der digitale Transformation in der Sozialwirtschaft fachlich, praktisch und politisch mitgestaltet.

Warum es vediso gibt

Als vediso gegründet wurde, war bereits spürbar: Digitalisierung wird auch die Sozialwirtschaft grundlegend verändern. Gleichzeitig wurden die besonderen Anforderungen sozialer Organisationen in vielen Debatten noch zu wenig berücksichtigt.Denn soziale Organisationen stehen vor Fragen, die sich nicht allein technisch beantworten lassen: 

Welche digitalen Lösungen passen zu unseren Aufgaben?
Wie können Mitarbeitende und Führungskräfte gut mitgenommen werden?
Wie bleiben Teilhabe, Datenschutz, Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit im Blick?
Wie entstehen digitale Angebote, die nicht nur innovativ klingen, sondern im Alltag wirklich nutzbar sind?

Aus diesen Fragen entstand ein Verband, der bis heute von einer zentralen Überzeugung getragen wird: Digitale Transformation gelingt besser gemeinsam.

Organisationen müssen nicht jede Frage allein beantworten und nicht jeden Umweg selbst gehen. Sie können voneinander lernen, Erfahrungen teilen, gute Ansätze weiterentwickeln und gemeinsam gegenüber Politik, Forschung und Technologiepartnern deutlich machen, was die Sozialwirtschaft braucht.

Orientierung geben und Kompetenzen stärken

In den ersten Jahren stand für vediso vor allem im Mittelpunkt, Digitalisierung für die Praxis greifbar zu machen. Dazu gehörten Formate wie Digital-Readiness-Workshops, Weiterbildungen und Austauschformate.

Es ging darum, Organisationen dabei zu unterstützen, ihre eigenen Voraussetzungen für digitale Transformation besser einzuschätzen: Ressourcen, Kompetenzen, Haltung, Strategie und Veränderungsbereitschaft.

Dabei wurde früh deutlich: Digitalisierung ist kein abgeschlossenes IT-Projekt. Sie ist Organisationsentwicklung. Sie braucht Klarheit über Ziele, Beteiligung der Mitarbeitenden, gute Entscheidungen über Tools und Prozesse – und immer wieder Räume, in denen Erfahrungen reflektiert und weitergedacht werden können.

Diese Haltung prägt vediso bis heute.


Digitale Lösungen aus der Sozialwirtschaft heraus denken

Bereits in der frühen Geschichte von vediso war es ein wichtiger Entwicklungsschritt, sich nicht nur theoretisch mit Digitalisierung zu beschäftigen, sondern konkrete digitale Angebote aus der Sozialwirtschaft heraus mitzugestalten. So war vediso Mitgesellschafter der Plattform mit-pflege-leben.de. Die Plattform konnte sich jedoch nicht dauerhaft tragfähig am Markt etablieren.

Auch diese Erfahrung gehört zu unserer Geschichte. Sie hat uns deutlich gemacht, dass eine gute und fachlich überzeugende Idee allein nicht ausreicht: Digitale Angebote brauchen ein tragfähiges Geschäftsmodell, verlässliche Finanzierung, klare Verantwortlichkeiten und eine langfristige Perspektive.

Diese Erkenntnisse prägen unsere Arbeit bis heute. Wenn wir digitale Innovationen begleiten, denken wir deshalb nicht nur über ihren fachlichen Nutzen und ihre technische Umsetzung nach, sondern von Beginn an auch über Anschlussfähigkeit, Finanzierung, Verstetigung und nachhaltige Wirkung.

Gleichzeitig sind aus der Arbeit von vediso immer wieder digitale und praxisnahe Angebote entstanden, die Organisationen der Sozialwirtschaft konkret unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel das vediso-Innovationsframework, der Baukasten Digitale Teilhabe und das Assessment KIP-RA. Sie zeigen, wie aus Projekterfahrungen, Fachwissen und Austausch im Netzwerk Materialien und Werkzeuge entstehen können, die in der Praxis Orientierung geben und weitergenutzt werden.

Für vediso ist genau das zentral: digitale Lösungen nicht losgelöst von der Sozialwirtschaft zu entwickeln, sondern aus ihren Bedarfen heraus – gemeinsam mit Organisationen, Fachpraxis, Forschung und Umsetzungspartnern.

Projekte als Lern- und Entwicklungsräume

Ein großer Teil unserer Entwicklung ist eng mit Projekten verbunden. Sie waren und sind für vediso Lernräume, in denen wir gemeinsam mit Partnern neue Themen erschließen, Werkzeuge entwickeln und Erfahrungen aus der Praxis systematisch aufbereiten.

Mit Projekten wie SoKIP, pulsnetz KI und ProKIP hat vediso früh an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Pflege und Sozialwirtschaft gearbeitet. Dabei ging es nie nur um die Technologie selbst, sondern immer auch um Voraussetzungen, Anwendungsmöglichkeiten, Verantwortung und Kompetenzen.

Welche Rolle kann KI in Pflege und Sozialwirtschaft spielen?
Welche Risiken müssen Organisationen kennen?
Welche Kompetenzen brauchen Fach- und Führungskräfte?
Und wie lassen sich technologische Entwicklungen so einordnen, dass sie zu den Zielen sozialer Organisationen passen?

Mit pulsnetz MuTiG wird der Blick auf digitale Kompetenzen, Teilhabe und die konkrete Unterstützung von Mitarbeitenden und Organisationen weitergeführt. Auch hier steht im Mittelpunkt, digitale Entwicklungen so aufzubereiten, dass sie im Alltag sozialer Organisationen nutzbar werden.

Mit IKS/X-Innovation rückte die Innovationsfähigkeit sozialwirtschaftlicher Organisationen stärker in den Mittelpunkt. Denn digitale Transformation braucht nicht nur neue Tools, sondern Strukturen, Prozesse und Kulturen, in denen Ideen entstehen, geprüft, weiterentwickelt und umgesetzt werden können.

Aktuelle Projekte wie KOMPASS knüpfen an diese Erfahrungen an. Dort geht es unter anderem um die Frage, wie gute digitale Ansätze aus Projekten heraus ihren Weg in die Praxis finden können. Damit steht KOMPASS nicht für einen einzelnen Schwerpunkt, sondern für eine Entwicklungslinie, die vediso seit Jahren begleitet: digitale Innovationen nicht isoliert zu betrachten, sondern ihre Übertragbarkeit, Skalierung und Wirkung mitzudenken.

So unterschiedlich die Projekte sind, sie verbindet ein gemeinsamer Kern: vediso arbeitet an der Schnittstelle von Praxis, Forschung und Umsetzung. Wir bringen Fragen aus der Sozialwirtschaft ein, entwickeln gemeinsam mit Partnern neue Ansätze und übersetzen Ergebnisse wieder zurück in die Praxis.

Was wir gelernt haben

Aus den vergangenen Jahren nehmen wir viele Erfahrungen mit. Wir haben gelernt, dass Digitalisierung in der Sozialwirtschaft Orientierung braucht. Organisationen stehen nicht vor der Frage, ob sie sich mit digitalen Entwicklungen auseinandersetzen, sondern wie sie diese sinnvoll, verantwortungsvoll und strategisch gestalten.


Wir haben gelernt, dass Austausch ein zentraler Erfolgsfaktor ist. Viele Organisationen beschäftigen sich mit ähnlichen Fragen – zu Strategie, Daten, KI, Infrastruktur, Teilhabe, Kompetenzen oder Regulierung. Im Netzwerk können Erfahrungen geteilt, Fehler vermieden und gute Lösungen schneller sichtbar werden.

Wir haben gelernt, dass digitale Transformation Führung braucht. Sie gelingt nicht allein durch Technik, sondern durch Entscheidungen, Prioritäten, Ressourcen und eine Kultur, in der Veränderung möglich wird.

Wir haben gelernt, dass gute Ideen nicht automatisch in die Fläche kommen. Skalierung, Verstetigung und nachhaltiger Betrieb müssen von Anfang an mitgedacht werden.

Und wir haben gelernt, dass die Sozialwirtschaft eine eigene Stimme in Digitalisierungsdebatten braucht. Denn ihre Anforderungen unterscheiden sich von anderen Branchen: Es geht um Menschen, Versorgung, Teilhabe, Unterstützung, Vertrauen und Verantwortung.

vediso heute

Heute arbeitet vediso in vier zentralen Feldern.

Im Bereich Netzwerk & Kompetenz bringen wir Mitglieder miteinander ins Gespräch, schaffen Austauschformate und stärken digitale Kompetenzen in der Sozialwirtschaft.

Im Bereich Forschung & Entwicklung beteiligen wir uns an ausgewählten Projekten zu Zukunftstechnologien und neuen Konzepten. Dabei bringen wir die Perspektive der Praxis ein und sorgen dafür, dass Forschungsergebnisse anschlussfähig für soziale Organisationen werden.

Mit dem TransformationsPartnerNetzwerk vernetzen wir unsere Mitglieder mit kuratierten Umsetzungspartnern für digitale Transformation. So entstehen niedrigschwellige Zugänge zu Expertise, Lösungen und konkreter Unterstützung.

In der Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit setzen wir uns gemeinsam mit Mitgliedern und Partnern für bessere Rahmenbedingungen der digitalen Transformation in der Sozialwirtschaft ein. Dazu gehören Fragen der Finanzierung, Regulierung, Infrastruktur, Kompetenzen und strategischen Verankerung.

Diese vier Felder zeigen, was vediso heute ausmacht: Wir verbinden Netzwerk, Fachlichkeit, Umsetzung und politische Stimme.

Zukunftsthemen gemeinsam bearbeiten

Die Themen verändern sich weiter. Künstliche Intelligenz, Datenmanagement, digitale Teilhabe, Anwendungsmanagement, IT-Infrastruktur, Regulierung, Cybersicherheit und digitale Kompetenzen werden die Sozialwirtschaft in den kommenden Jahren weiter prägen.


vediso greift diese Entwicklungen auf und übersetzt sie in konkrete Angebote: Workshops, Kurzformate, Beratung, Austauschformate, Materialien und Projektaktivitäten. Dabei bleibt unser Anspruch, nicht nur auf Trends zu reagieren, sondern gemeinsam mit unseren Mitgliedern herauszuarbeiten, was diese Entwicklungen für die Sozialwirtschaft bedeuten.

Denn Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie muss Organisationen stärken, Mitarbeitende entlasten, Teilhabe ermöglichen, Qualität sichern und soziale Dienstleistungen zukunftsfähig machen.

Unsere Haltung bleibt: gemeinsam wirksam werden

Seit 2017 hat sich vediso kontinuierlich weiterentwickelt. Themen sind komplexer geworden, Technologien leistungsfähiger, politische Rahmenbedingungen anspruchsvoller. Gleichzeitig ist unsere Grundhaltung dieselbe geblieben.

Wir glauben daran, dass die Sozialwirtschaft digitale Transformation aktiv gestalten kann – wenn sie vernetzt arbeitet, Erfahrungen teilt, Kompetenzen aufbaut und ihre Perspektive selbstbewusst einbringt. vediso ist dafür ein Ort: für Austausch, Orientierung, Entwicklung und gemeinsame Positionierung. Wir kommen aus der Praxis der Sozialwirtschaft. Und genau dort wollen wir digitale Transformation wirksam machen.

Denn digitale Zukunft entsteht nicht allein durch Technologie. Sie entsteht durch Menschen, Organisationen und Netzwerke, die sie gestalten.

Unser Aufsichtsrat

Dr. Jochen Walter (Vorsitzender)

Stiftung Pfennigparade

Sebastian Low (stellv. Vorsitzender)

BWMK gGmbH

Thomas Mähnert

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Rolf Baumann

VdDD

Dr. Martin Holler

Johannes-Diakonie Mosbach

Christian Mißbach

Diako Thüringen

Hartmut Kopf

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Thomas Schönweitz

whitespring

Gabriele Kirfel

Stiftung Liebenau